Informationen aus der Arbeit des Kirchenvorstandes

Datenschutz

„Datenschutz“, das Wort ist seit Monaten in aller Munde. Was sich genau dahinter verbirgt und was es im Detail bedeutet, wissen die Wenigsten.
Was bedeutet es für unsere Kirchgemeinde?
Wir sind eine Gemeinschaft und jedes Kirchenmitglied ist ein Teil davon.
Insofern dürfen Daten, wie z.B. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen in unserem Rochusboten veröffentlicht bzw. in unseren Gottesdiensten abgekündigt werden.
Wer das ausdrücklich nicht wünscht, bitte einem Kirchvorsteher oder in der
Kanzlei bekanntgeben.

Ansonsten dürfen keine Daten incl. Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Fotos etc. veröffentlicht oder weitergegeben werden. Das betrifft natürlich auch die Artikel über Erlebnisse und Ereignisse in unserer Gemeinde, so z.B. Gemeindeausfahrten, über die wir gerne weiterhin in unseren Kirchennachrichten berichten möchten. Dazu haben wir bisher auch immer ein paar Fotos von den Teilnehmern präsentiert. Wer in Zukunft das von sich nicht mehr möchte, auch hier bitte eine Information an die Kanzlei.

Gemeindestrukturreform

Zum Thema Gemeindestrukturreform haben wir im August 2016 einen Brief an das Landeskirchenamt verfasst der hier abgedruckt ist:

Brief Strukturreform
Brief Strukturreform_Schönau-.pdf
PDF-Dokument [295.6 KB]

Liebe Gemeindeglieder,


nun sind die ersten Monate unter den neuen Bedingungen (nur ein  Pfarrer für vier Gemeinden) bewältigt. Das ist mir Anlass, die  gesammelten Erfahrungen und Eindrücke zu bedenken und mich darüber auch mal öffentlich zu äußern.
Gelegentlich werde ich gefragt: „Wie schaffst du das?“ Ich antworte  darauf: „Eigentlich gar nicht. Zu mindestens nicht zufriedenstellend.“ Und dennoch - irgendwie ging es.

Zunächst einmal möchte ich allen danken, die meinen Dienst in  wunderbarer Weise unterstützt haben. Das läuft im Wesentlichen besser, als ich es zu hoffen gewagt habe. Ich kann nicht allen einzeln danken und auch nicht alle Namen hier aufführen, aber drei sollten schon erwähnt werden: In Schönau, Wildenfels und Zschocken habe ich den Vorsitz im Kirchenvorstand abgeben können. Und dieser Herausforderung haben
sich Daniela Joram, René Schicke und Silke Ott gestellt. Ihnen bin ich dafür außerordentlich dankbar! Ich nenne diese drei stellvertretend für alle anderen, die mit ebensolchem Engagement bei der Gestaltung des Gemeindelebens bei anderen Herausforderungen mitarbeiten.


Auch das Zusammenspiel mit den Mitarbeiterinnen in den Kanzleien und mit Doreen Feldheim gestaltet sich (jedenfalls aus meiner Perspektive) außerordentlich angenehm und fruchtbar! Ich hoffe, Sie können das annähernd ähnlich sagen.
Die Zusammenarbeit mit Matthias Storch ist von der veränderten Situation im Schwesterkirchgemeindeverhältnis kaum betroffen. Die beiden Arbeitsfelder berühren sich nicht so stark wie andere Gebiete. Da sehe ich im Moment keine nennenswerten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen hätten.


Es ist natürlich nicht möglich, alles abzudecken und zu bewältigen, was vorher von zwei Pfarrern getan wurde. Das habe ich von Anfang an so gesehen und auch gesagt. Vielleicht hilft uns das aber auch, die unselige Ansicht zu überwinden, Dienste (z. B. bestimmte Besuche) vom „Herrn Pfarrer“ seien mehr wert oder bedeutsamer als die gleichen Dienste, wenn andere Gemeindeglieder sie übernehmen. Wir leben, glauben und dienen unserem Herrn als Gemeinde. Die wird in der Heiligen Schrift als ein Leib beschrieben. Sicher, da kann nicht jedes Glied alles tun. Aber  manche Dinge können von verschiedenen Gliedern verrichtet werden.

Lasst es mich an einem Beispiel verdeutlichen: Wenn es im Genick juckt, ist es dann entscheidend, ob ich mit der linken oder mit der rechten Hand reibe oder kratze? (Verkneift euch bitte alle dreckigen Kommentare mit Waschen usw.) Wer will, kann ja das Gedankenspiel auch mit einer verstopften Nase, den Zeige-, Ring- und kleinen Fingern beider Hände durchmeditieren. Entscheidend ist doch, dass es im Genick nicht mehr juckt oder die Nase wieder frei ist. Da dürft ihr gerne Phantasie haben.

 

Für den Konfirmandenunterricht gibt es ein paar Vorgaben, an denen nichts zu ändern geht:
Schönau: montags 17.00 Uhr

Härtensdorf und Wildenfels: dienstags 17.00 Uhr abwechselnd in einem der beiden Pfarrhäuser,

Zschocken: donnerstags 17.00 Uhr

 

Ich beginne gleich in der ersten Woche mit den siebenten Klassen. Nach einer Einarbeitungszeit hole ich die achten Klassen dazu. Aber das wissen sie schon. Aller Voraussicht nach wird sich daran nichts ändern, solange ich (allein) für den Konfirmandenunterricht verantwortlich bin.

 

Nun noch ein abschließendes Wort zu den Aussichten.
Das Landeskirchenamt hat uns mitgeteilt, dass eine Wiederbesetzung der freigewordenen Pfarrstelle erst dann bedacht wird, wenn wir andere Strukturen schaffen, als sie gegenwärtig bestehen. Der  Dienstrechtsreferent des Landeskirchenamtes, Hans Böhm, verlangt von uns, dass wir unsere vier Schwestergemeinden zu einer Kirchgemeinde zusammenschließen und mit Vielau, Friedrichsgrün und Reinsdorf (die sollen das ebenso machen) in ein neues Schwesterkirchverhältnis  treten.
Dann könne die Pfarrstelle wieder ausgeschrieben werden. Er bezieht sich auf ein Papier, das im Internet nachzulesen ist:
http://www.evlks.de/doc/Damit_Kirche_im_Dorf_bleibt_Stand_09.09_FINAL.pdf.
Wer kein Internet hat, kann es sich von mir ausgedruckt geben lassen.
Darin geht es um die Zuordnung von drei Pfarrstellen auf 4000  Gemeindeglieder. Was er uns aber verschweigt, ist, dass wir nach diesem Papier nichts zu erwarten haben: In dem Bereich, den er als künftiges Schwesterkirchgemeindeverhältnis angibt, sind nämlich schon drei Pfarrstellen. Wir wissen nicht, was uns tatsächlich erwartet.

Im Landeskirchenamt scheint extreme Orientierungslosigkeit zu herrschen und Ignoranz der Verhältnisse vor Ort zu wirken.


Ich kann dieses Vorgehen nicht als ehrlich empfinden. Ich habe keinen Plan, wie es weitergehen wird. Aber ich hoffe, wenn die Pforten der Hölle die Gemeinde Jesu nicht überwältigen können, kann es die Strukturreform auch nicht.


Übrigens - für dieses Thema könnte man auch beten …

 

Pfarrer Stephan Richter

Juli 2016

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